Mit unserer Blogserie „3 Fragen an…“ geben wir regelmäßig Einblicke in aktuelle Themen rund um Digitalisierung, Prozessoptimierung und moderne IT-Lösungen. In kurzen Interviews beleuchten unsere Experten zentrale Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis und geben Orientierung für zukünftige Entwicklungen.
Nach dem Auftakt zur E‑Rechnungspflicht in Deutschland widmet sich der aktuelle Artikel einem Thema, das viele Unternehmen unmittelbar betrifft: dem Upgrade auf Microsoft Dynamics 365 Business Central. Warum ein solches Upgrade weit über ein technisches Update hinausgeht und welche strategischen Überlegungen Unternehmen frühzeitig einbeziehen sollten, darüber spricht Stefan Keck, Head of Products and Standards bei der Aident GmbH, im Interview.
Viele Kunden denken: Upgrade = technische Migration. Warum ist ein Business‑Central‑Upgrade in der Realität deutlich mehr als ein technisches Update?
Rein technisch betrachtet könnten wir Daten tatsächlich einfach von A nach B übertragen. Das ist aber nicht das eigentliche Thema. Die Realität ist: Viele NAV‑Systeme sind über Jahre oder sogar Jahrzehnte gewachsen. Es gibt individuelle Anpassungen, Sonderlogiken und Prozesse, die exakt auf eine alte technische Basis zugeschnitten sind.
Business Central funktioniert heute jedoch grundlegend anders. Microsoft setzt auf eine moderne Cloud‑Architektur, kontinuierliche Updates und eine klare Trennung zwischen Standard und Erweiterungen. Wer diese Unterschiede zu früher nicht sauber betrachtet, übernimmt alte Probleme unverändert in ein neues System.
Deshalb ist ein Upgrade immer auch eine fachliche und technische Neubewertung. Unternehmen müssen prüfen, welche Funktionen inzwischen im Standard abgedeckt sind, welche individuellen Anpassungen weiterhin notwendig sind und an welchen Stellen es sinnvoll ist, bestehende Sonderlösungen loszulassen. Nur so entsteht eine zukunftsfähige und wartbare Lösung.
Was sind aus Deiner Erfahrung die größten Risiken, wenn Unternehmen diese grundsätzliche Überprüfung überspringen?
Das größte Risiko ist falsche Sicherheit. Viele Unternehmen sagen: „Unser System läuft doch noch.“ Technisch mag das stimmen, strategisch allerdings häufig nicht. Ohne eine strukturierte Erstbetrachtung fehlt die Transparenz darüber, welche Anpassungen wirklich kritisch für den laufenden Betrieb sind und wo potenzielle Übernahmerisiken bei individuellen Daten oder Programmierungen liegen.
Ebenso bleibt unklar, wie es um zentrale Themen wie Sicherheit, Wartbarkeit und Zukunftsfähigkeit der Lösung steht. Wenn diese Fragen erst mitten im Migrationsprojekt aufkommen, wird es schnell teuer, zeitkritisch und unübersichtlich.
Genau hier setzt der BC-Upgrade-Check als kostenfreies Erstgespräch an: Er macht zentrale Risiken frühzeitig sichtbar, schafft ein gemeinsames Verständnis und sensibilisiert für die relevanten Themen. Die tiefgehende Analyse mit Blick auf Prozesse, Systemarchitektur, Lizenzen und Customizing erfolgt anschließend in einer strukturierten BC360°‑Analyse.
Wie würdest Du einem Geschäftsführer ohne IT-Hintergrund erklären, was das konkrete Ergebnis dieser Analyse ist?
Ganz einfach: Der Kunde weiß danach genau, wo er steht und welche Optionen er realistisch hat. Er erhält zu Beginn noch keine technische Detaildokumentation, sondern eine klare Entscheidungsgrundlage.
Diese zeigt auf, welche Vorgehensweise sinnvoll ist, zu welchem Zeitpunkt ein Upgrade erfolgen sollte, wo Risiken in der aktuellen Lösung bestehen und welche nächsten Schritte sowohl technisch als auch organisatorisch realistisch und zielführend sind.
Am Ende geht es neben vieler technischer Themen auch um Planbarkeit. Die Analyse reduziert Unsicherheit und ersetzt ein oft mulmiges Bauchgefühl durch belastbare Fakten. Unternehmen gewinnen Klarheit, Transparenz und eine realistische Perspektive für die kommenden Jahre.
Fazit
Ein Upgrade auf Microsoft Dynamics 365 Business Central ist weit mehr als ein technischer Versionswechsel. Es ist eine strategische Entscheidung, die darüber entscheidet, wie modern, sicher und flexibel eine Systemlandschaft in Zukunft arbeiten kann.
Die Aussagen von Stefan Keck machen deutlich: Wer frühzeitig Transparenz über Anpassungen, Prozesse und Risiken schafft, legt den Grundstein für ein erfolgreiches Upgrade Projekt.
Mit einer strukturierten Analyse wie dem BC360° Ansatz erhalten Unternehmen eine verlässliche Entscheidungsgrundlage und damit die notwendige Sicherheit, den Wandel aktiv zu gestalten. So wird aus einem reinen Upgrade ein wertvoller Schritt in Richtung digitale Zukunftsfähigkeit.
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