Mit unserer Blogserie „3 Fragen an …“ geben wir regelmäßig Einblicke in aktuelle Themen rund um Digitalisierung, ERP und moderne IT‑Lösungen. In kurzen Interviews teilen unsere Experten ihre Erfahrungen aus der Praxis und ordnen technologische Entwicklungen für den Mittelstand ein.
In dieser Ausgabe sprechen wir mit Andreas Kieslich über die Fokusthemen der innovis, aktuelle Herausforderungen bei ERP‑Projekten und darüber, wie Kunden langfristig up‑to‑date bleiben.
Was sind die Top‑Fokusthemen für die innovis in diesem Jahr?
Ein zentrales Thema sind unsere zahlreichen Bestandskunden, sowohl mit kleineren als auch mit größeren Updates. Viele Unternehmen stehen aktuell vor dem Schritt „Raus aus On‑Premises‑Systemen“ und „Rein in die Cloud“. Dort warten deutlich mehr Möglichkeiten: moderne Technologien, Software as a Service (SaaS) bei Microsoft, Infrastructure as a Service (IaaS) im Datacenter der ACS Gruppe, neue Integrationsszenarien und ein ERP‑System, das flexibel mit dem Unternehmen mitwächst.
Parallel dazu fokussieren wir uns sehr stark auf unsere zwei Branchen Institute sowie Farben- und Lack-Großhandel. In beiden Bereichen haben wir in den vergangenen Jahren viele Projekte umgesetzt, tiefes Domänenwissen aufgebaut und auch passende Apps im Microsoft AppSource entwickelt. Diese Standards helfen uns dabei, weiteren Instituten und Farbenhändlern ihren bestehenden Digitalisierungsstau – häufig geprägt durch On‑Prem‑Systeme oder ältere Versionen – strukturiert, sicher und planbar in eine moderne ERP‑Welt zu überführen.
Um diese Projekte noch besser vorzubereiten, haben wir uns außerdem mit sehr erfahrenen Lead Solution Consultants verstärkt. So stellen wir sicher, dass unsere Projekte fachlich sauber vorbereitet sind und von Beginn an auf einer stabilen Grundlage stehen.
Was sind aktuell die größten Herausforderungen?
Ganz klar: Zurückhaltende IT‑Budgets und eine gewisse Skepsis gegenüber größeren Projekten. Viele Unternehmen zögern, wenn sie hören, dass ein Wechsel von einer sehr alten Version auf ein modernes ERP ansteht. Die Hürde wirkt zunächst groß.
Gleichzeitig gilt aber: Wer diesen Schritt geht, profitiert langfristig enorm. Nach der Migration sind Unternehmen endlich auf der jeweils aktuellen Version und müssen sich nicht mehr mit großen, kostenintensiven Versionssprüngen beschäftigen – also genau den Updates, auf die ehrlich gesagt nur wenige Unternehmen wirklich Lust haben. Stattdessen wird der Betrieb planbarer und nachhaltiger.
Wie bleiben innovis‑Kunden langfristig up‑to‑date?
Sobald unsere Kunden auf der aktuellen Version angekommen sind, aktuell sprechen wir von Business Central BC27, befinden sie sich im Continuous‑Integration‑Prozess.
Das bedeutet: Updates von Microsoft und unseren Partnern können weitestgehend automatisiert eingespielt werden, je nach Umfang und Erweiterungen der Lösung.
Durch die vielen kleinen, kontinuierlichen Updates funktionieren diese Automatisierungen sehr zuverlässig. Auch Microsoft selbst ist in diese Update‑Prozesse eingebunden.
Das Ergebnis ist klar:
- schnellere Updates
- sicherere Updates
- geringere Kosten durch Automatisierung
Und vor allem: Es bleibt wieder mehr Zeit für das eigentliche Business. Zum Beispiel für die Automatisierung weiterer Geschäftsprozesse oder den gezielten Einsatz von KI, um Abläufe noch effizienter zu gestalten.
Fazit
Der Wechsel in die Cloud und der Umstieg auf moderne ERP‑Systeme wie Microsoft Dynamics 365 Business Central sind für viele Unternehmen aktuell eine Herausforderung – aber vor allem eine Chance. Innovis begleitet Kunden dabei nicht nur technisch, sondern mit klarem Branchenfokus, erprobten Standards und fundierter Projektvorbereitung.
Durch Continuous Integration, automatisierte Updates und eine zukunftssichere ERP‑Architektur schaffen Unternehmen die Basis, um dauerhaft aktuell zu bleiben, Kosten zu senken und sich wieder stärker auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Digitalisierung wird so vom einmaligen Großprojekt zum kontinuierlichen, planbaren Prozess.